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Elektro - Heizung - Sanitär - Solar
Wärmepumpen
Dipl.-Ing. Harald Diercks
Vereidigter Sachverständiger der
Handwerkskammer Lüneburg-Stade

Dorfstraße 27

21712 Großenwörden
  Tel.  04775-788  
Fax. 04775- 488
 
Geschaeft


Hintergrund-Wissen-
Energiemaßeinheiten

Primärenergiefaktor:
Hausbesitzer und Bauherren müssen sich seit Februar 2002 an die strengen Vorgaben der Energie­einsparverordnung (EnEV) halten und für Neubauten sowie bei wesentlichen Änderungen an ihrem Gebäude einen Energiebedarfsausweis erstellen lassen. Für Bestandsgebäude wird ab 2008 ein so genannter Energiepass obligatorisch. Eine wesentliche Berechnungsgrundlage für die genannten Ausweise ist der Primärenergiefaktor des jeweiligen Energieträgers (Fernwärme, Erdgas etc.). Der Primärenergiefaktor gibt das Verhältnis von eingesetzter Primärenergie zu abgegebener Endenergie wieder.

In der Praxis heißt das konkret: Je niedriger der Primärenergiefaktor ist, desto positiver wirkt sich dies bei der Ermittlung des Jahres-Primärenergiebedarfs beim Energiebedarfsausweis bei Neubauten aus.


Primäre Energieträger
Als primäre Energieträger werden zur Stromgewinnung verwendbare Rohstoffe bezeichnet. Neben den fossilen Energieträgern wie Kohle, Erdgas und Erdöl gehören auch regenerative Energieträger wie Wasser, Wind und Sonne zu dieser Gruppe.

Mit "Primärenergie" werden jene Energiearten bezeichnet, die von der Natur bereitgestellt werden oder mittels Atomtechnik (Kernspaltung bzw. Kernfusion) aus Stoffen wie Uran bzw. Wasserstoff gewonnen werden:
- fossile Energien: Kohle, Erdöl, Erdgas (gespeicherte Sonnenenergie)
- Atomenergie aus Kernspaltung oder Kernfusion (noch nicht verfügbar.
- Energie aus der Erdwärme
- Energie aus der Sonnen-Einstrahlung: Solarthermie, Fotovoltaik, verschiedene Varianten von Solarkraftwerken, Windenergie, Energie aus Biomasse/ nachwachsenden Rohstoffen, Wasserkraft, Wellenkraftwerke
- Energie aus der Erdrotation: Gezeitenkraftwerke, Wellenkraftwerke

Die jeweilige Primärenergie wird entlang einer mehr oder weniger langen Energieumwandlungskette in Endenergie überführt und diese dann von den Endgeräten in die eigentliche Energiedienstleistung umgesetzt.



CO 2 = Chemische Formel für Kohlendioxid.
Farb- und geruchloses Gas, das neben Wasser als Endprodukt aller Verbrennungsvorgänge entsteht und derzeit als Klimaschädling Nr. 1 gilt. Kohlendioxid ist auch ein natürlicher Bestandteil der Atmosphäre. Der natürliche Kohlenstoffkreislauf wird durch die Nutzung fossiler Energieträger (Kohle, Öl und Erdgas) gestört. Denn Pflanzen nehmen beim Wachstum CO2 aus der Luft auf. Bei der Verbrennung von Kohle, Öl und Erdgas gelangt also CO2 in die Atmosphäre.
Das Gas ist ein Nebenprodukt der Verbrennung fossiler Treibstoffe und Biomasse und von Landnutzungsänderungen und industriellen Prozessen. Kohlendioxid ist ein Treibhausgas und mit für die Erwärmung der Erde verantwortlich.


Eine nachhaltige, also wirtschaftliche, umwelt- und gesellschaftsverträgliche sowie generationengerechte Energieversorgung kann auf Dauer nur auf Erneuerbaren Energien aufbauen, da die fossilen und atomaren Rohstoffe begrenzt sind und die Vorräte z.B. bei Erdöl und Erdgas nur noch wenige Jahrzehnte reichen.
Die Verbrennung fossiler Energien verstärkt außerdem über den Treibhauseffekt die globale Erwärmung mit.

Umweltbelastung: CO2-Emission in g/kWh



Erneuerbare Energien
sind Energieträger, die im unbegrenzten Maße zu Verfügung stehen, wie Erdwärme, Sonne, Wasser, Wind und Biomasse.

Erweiterbare Energien sind Erweiterbare Energien (z.B. Wind, Wasser, Sonne) sind im Gegensatz zu erschöpfbaren Energieträgern wie Kohle, Erdöl und Gas nicht in ihrer Verfügbarkeit begrenzt. Sie werden häufig auch als regenerative Energien bezeichnet.

Erneuerbare Energien sind also unerschöpfliche natürliche Energiequellen, die sich - anders als fossile Energien (Kohle, Erdöl, Gas) oder Atomenergie (Uran als Energiequelle) - ständig aus der Sonnenenergie regenerieren, entweder durch direkte Nutzung der Sonnenstrahlen (Solarthermie, Photovoltaik) oder indirekt aus Windenergie/ Wasserenergie oder durch Energien aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holz, Biomasse, Biogas.
Erneuerbare Energien sind weitestgehend emissionsfrei und erzeugen keine (oder nur im geringen Ausmaß) Treibhausgase , die über den Treibhauseffekt zur Klimaerwärmung beitragen, eines der Hauptprobleme der bisherigen fossilen Energieversorgung

Die Energie aus der Erdwärme für Wärmepumpen wird unter dem Begriff der Erneuerbaren Energien gefasst, obwohl sie sich nicht ständig erneuert. Sie speist sich aber aus praktisch unerschöpflichen natürlichen Energiequellen und gleichen darin der Sonnenenergie.

 

Energiemix  
An der gesamten Primärenergie haben in Deutschland die fossilen Energien (Kohle, Erdöl, Gas) einen herausragenden Anteil: 2004: 83,7%; 2005: 82,8 %; 2006: 82,5% ;
Der Anteil der Kernenergie ist ungefähr gleich geblieben: 2004: 12,6%; 2005: 12,4%; 2006: 12,6%.
Auch wenn die Erneuerbaren Energien in den letzten Jahren große Steigerungsraten erzielen konnten, haben sie insgesamt immer noch einen kleinen Anteil an der gesamten Primärenergie: 2005: 4,7%; 2006: 5,8 %.
Etwas höher liegt der Anteil der Erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch: 2005: 6,6 %; 2006: 8,0%
Energiemaßeinheiten:

Die offizielle Maßeinheit ist das Joule

Joule Offizielle Einheit für die mechanische und elektrische Energie, Wärmeenergie, Strahlungsenergie oder chemische Energie. 3,6 Millionen Joule entspricht einer Kilowattstunde (kWh).

für große Energiemengen wird die Maßeinheit Petajoule (PJ) verwendet.
1 Mrd. kWh = 3,6 PJ, also 607 Mrd. kWh = 607x 3,6 PJ = 2185,2 PJ.
Gigajoules Eine Milliarde Joules oder 277,9 Kilowattstunden (kWh).

Gigawatt (Giga = eine Milliarde) Ein Gigawatt entspricht also 1.000 Megawatt oder einer Million Kilowatt oder einer Milliarde Watt.

 

Watt = Einheit der elektrischen Leistung. 1 W = 1 J/s = 1 Nm/s.

Das Kilowatt (kW), das Megawatt (MW) und das Gigawatt (GW):

1 kW = 1000 W, 1 MW = 1000 kW, 1 GW = 1000 MW.

Kilowattstunde Maßeinheit für Energie oder Arbeit (z.B. Strom oder Gas). Kilowattstunden geben an, welche Energiemenge in einem bestimmten Zeitraum verbraucht wurde. Sie sind das Produkt aus Leistung (kW) und Zeit (h).

Eine Kilowattstunde Strom reicht z.B. für:

  • 15 Hemden bügeln
  • 70 Tassen Kaffee kochen
  • sieben Stunden fernsehen
  • zwei Tage einen 300-Liter-Kühlschrank nutzen
  • einen Hefekuchen backen
  • ein Mittagessen für vier Personen auf dem Elektroherd kochen
  • eine Maschine Wäsche waschen
  • 90 Stunden Licht einer Stromsparlampe (11 Watt)
  • 17 Stunden Licht einer Glühlampe (60 Watt)
  • 40 Stunden lang mit dem CD-Player Musik hören (25 Watt)
 

Heizwertvergleich verschiedener Brennstoffe

unverbindlich

Brennstoff
 
Strom
Heizöl EL
Heizöl EL
Erdgas E 
Erdgas H 
Erdgas L 
Flüssiggas
Koks 
Steinkohle 
Braunkohle 
Brennholz 
Pellet kg 
Pellet kg 
Heizwert

  1,0 kWh
10,1
kWh/l 
10,0
kWh/l 
10,3
kWh/m³
10,4
kWh/m³
10,0
kWh/m³
12,8
kWh/kg
  8,1
kWh/kg
  9,0
kWh/kg
  7,0
kWh/kg
  4,2
kWh/kg
  5,0
kWh/kg
  4,9
kWh/kg
Primär-
Energiefaktor

0,3
1,1
1,1
1,1
1,1
1,1
1,1
1,1
1,1
1,2
0,2
0,2
0,2


Der Primärenergiefaktor gibt das Verhältnis von eingesetzter Primärenergie
zu abgegebener Endenergie wieder.

Heizwert:
Der Heizwert
(Gas) gibt die Energie an, die bei vollständiger Verbrennung frei wird (im Gegensatz zum Brennwert ohne Wasserdampf und Abgase). Die Maßeinheit ist Kilowattstunden (kWh) pro Kubikmeter.
Der Heizwert (allgemein) ist die maximal nutzbare Wärmemenge, bei der Verbrennung eines Brennstoffes.

Brennwert: Der Brennwert entspricht der Energie, die bei einer vollständigen Verbrennung des Brennstoffes freigegeben wird. Der Brennwert beinhaltet den Heizwert plus die durch Kondensation des entstehenden Wasserdampfes freiwerdende Energie (Kondensationswärme).

Brennstoff             Brennwert kWh/kg   Heizwert kWh/kg
lufttrockenes Holz   4,6                        4,3
Holzpellets              5,2                        4,9
Holzbrikett              5,1                        4,8
Torf                       6,4                        4,2
Steinkohle              8,6                        7,8
Benzin                 13                         12
Ethanol                 8,2                         7,4
Diesel                 12,6                       11,8
Biodiesel (Rapsöl)11,1                      10,2
Heizöl                  10,9                      10,0
Erdöl                     -                         11,9

Erdgas                10 - 14                   9 - 12,6

Der Brennwert von Holz (luftgetrocknetes Brennholz) ist abhängig von der jeweiligen Holzart (bei gleichem Trockenheitsgrad). Als Faustregel gilt, Nadelhölzer haben einen um ca. 5% höheren Heizwert als Laubhölzer.
Wertangaben, beziehen sich auf getrocknetes Brennholz mit einer restfeuchte von unter 20 %. Je nach Lagerzeit und Restfeuchte ändert sich der Wert.

Die besten Brennwerte ergeben sich bei einer Lagerzeit von ca. 2 - 3 Jahren. Ab dem 4. Jahr Lagerzeit nimmt der Brennwert wieder ab.

Frischgeschlagenes Holz hat nur etwa 50% des Heizwertes (ca. 2kWh/kg) von gelagertem Brennholz! Um eine mit Brennholz vergleichbare Heizleistung zu erreichen benötigen Sie ungefähr die doppelte Menge an frischem Holz.


 

Primärenergie-Aufwandszahl ep (Anlagenaufwandszahl)
Primärenergie-Bedarf zur Erzeugung von Heizwärme und Trinkwasser dividiert durch Heizwärme- und Trinkwasserbedarf des Gebäudes. Berechnung nach DIN V 4701-10. Mit der Aufwandszahl werden sämtliche Anlagenverluste für Trinkwassererwärmung, Heizungs- und Lüftungstechnik beschrieben. 
In der DIN V 4701-10 sind entsprechende Werte für diverse Anlagensysteme enthalten. 
Die Heizanlage arbeitet um so effizienter, je kleiner die Anlagenaufwandszahl ist.

Beispiele für Primärenergie-Aufwandszahlen:
Wärmeerzeuger:  ep= 0,9 bis 1,2  <1 z. B. bei Brennwerttechnik
Wärmeverteilung: ep = bis zu 1,3 durch Aufwand für U-Pumpen und Verteilung
Wärmeabgabe an den Raum: ep = 1,0 bis 1,15 
 
Beispiel: 
Wenn eine Heizanlage eine Aufwandszahl von 1,3 hat, müssen 13 kWh Primärenergie eingesetzt werden, um 10 kWh nutzbare Heizwärme zu erzielen.

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
BAFA
<http://www.bafa.de/>

Das Bundesamt stellt eine Fülle von Informationen, Daten und Statistiken bereit, u.a. auch zum Thema Energie: Erdgas, Rohöl, Mineralöl, Steinkohle, www.bafa.de/ener/index.htm
Die umfangreichen Statistiken finden Sie unter:
<http://www.bafa.de/ener/statisti.htm>

Bundesministerium für
Wirtschaft BMWI
<http://www.bmwi.de/>

Das Ministerium bietet einige Statistiken zum Thema Energie und Links auf weitere Datensammlungen an:
www.bmwi.de/Homepage/Politikfelder/Energiepolitik/Energiedaten/Energiedaten.jsp

Deutsches Energieeffizienz
Institut (DEI)
in Bremerhaven
www.energie-umwelt-datenbank.de

Das Deutsche Energieeffizienz Institut (DEI) in Bremerhaven bietet eine umfangreiche Datenbank mit 14 Fachgebieten und einem breiten Themenspektrum an, darunter: Energieeffizientes Bauen, Biogas, Biomasse, Bionik, Fotovoltaik, Geothermie, Kraft-Wärme- Kopplung, Solarthermie, Umwelttechnik, Wasserkraft, Wasserstoff- Technologie, Windkraft und neue Energien.

 


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